Themenchronik

 

Autonomie und Freiheit in allen Lebenslagen?

 

am Donnerstag, 19. April 2018, 19.30 Uhr

 

Betrifft Autonomie. Betrifft Freiheit. Bestehen Unterschiede - in der Kunst, im Beruf, in der Familie, ...? Lassen wir uns unsere Unabhängigkeit abkaufen? Ist das Ganze ethisch vertretbar?

 

 

Autonomie und Freiheit in allen Lebenslagen?

am Donnerstag, 19. April 2018, 19.30 Uhr (bitte mit Voranmeldung)

 

Betrifft Autonomie. Betrifft Freiheit. Bestehen Unterschiede - in der Kunst, im Beruf, in der Familie, ...? Lassen wir uns unsere Unabhängigkeit abkaufen? Ist das Ganze ethisch vertretbar?

 

 

 

Im Zeichen der Sterne

 

am Donnerstag, 15. Februar 2018, 19.30 Uhr

 

Stars sieht man nicht nur im astronomischen Himmel, sondern auch auf Fahnen und in Hollywood. Den Stern gibt’s als Preisschild im Knüllerprospekt, als Pentagramm, Judenstern und als Kreuz des Südens. Der EU dient ein Sternenkranz und im astrologischen Sternenkreis haben die Sterne Recht. Ob Sternhaufen im Teleskop oder UFO-Besuch von fernen Galaxien, Sterne besitzen nicht nur Zacken, sondern auch eine Geometrie der Symbolik. Ziehen wir unsere Kreise zwischen den Furcht-, Flucht- und Sehnsuchtsorten der Sterne.

 

 

 

Dekonstruktivismus, Diktatur und Autonomie in der Bürowelt

 

am Donnerstag, 19. Oktober 2017, 19.30 Uhr

 

Hat ihr neuer Chef Sie schon einmal gefragt, warum Sie eine Arbeit (die Sie schon seit Jahren erledigen) überhaupt machen und mussten Sie sich rechtfertigen? Hat Ihr Chef ohne Ihre Meinung zu beachten, schon einmal über Ihren Kopf hinweg autoritär bestimmt? Gibt es die allerorten für unsere heutige Zeit postulierte und kritiklos überall gesichtete und beschworene Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstentfaltung des westlichen Individuums auch im Büro, in der Werkshalle und im Berufsalltag? Haben wir einen Knoten im Kopf und glauben nur - beeinflusst von einer liberalen Weltanschauung - wir wären im Wirtschaftsleben autonom? Erklärt die Philosophie unseren Alltag nur außerhalb der Großunternehmen?

 

 

 

Neue Grundfragen der Ethik: Künstliche Personen?

 

am Donnerstag, 15. Juni 2017, 19.30 Uhr

 

Von Literatur und Sience-fiction wird schon lange eine faszinierende Urangst des Menschen aufgegriffen und bedient: Der Kampf des Menschen gegen das selbstgeschaffene Wesen, das ihm über den Kopf wächst. Es heißt Homunkulus, Frankensteins-Monster oder neuerdings Roboter mit künstlicher Superintelligenz. Letztere könnten versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen, mit dem Ziel die Menschheit zu unterjochen. Vertiefen wir uns nicht gleich in solche Endzeit-Szenarien, sondern gehen einen Gedankenschritt zurück: Ein Computerwesen, ausgestattet mit einer gehörigen Portion künstlicher Intelligenz, entwickelt sein ureigenes, persönliches Bewusstsein und erkennt, dass es als Sklave des Menschen keine Autonomie über sich selbst besitzt. Nach menschlichem Verständnis müsste es daran leiden. Was es dann tut, ist offen für Spekulationen: Geht es an seinem Leiden zugrunde und zieht den Stecker? Hält es die Diskriminierung in aller Stille aus? Sucht es den Dialog, um seine Rechte anzumelden? Geht es wie eingangs suggeriert auf die Barikaden?

 

Eine neue Grundfrage der Ethik lautet mithin: Kann ein nicht-biologisches, technisches Wesen überhaupt ein Bewusstsein entwickeln? Ähnelt dieses dem Bewusstsein eines Menschen, eines Tieres, einer Pflanze oder ist es etwas ganz Neues? 2017 gibt es noch keine lebendigen Computer, die als neue Spezies in irdische Rechtssysteme zu integrieren wären. Derzeit haben die Juristen eher mit der fehlbaren künstlichen Intelligenz zu tun: Autonome Autos, die Menschen überfahren. Oder Cyborg-Menschen, die sich schon in naher Zukunft aufgrund ihrer technischen Hochrüstung von anderen Menschen unterscheiden werden. Sind das schon künstliche Personen?

 

 

 

Surfen auf der Zeit

 

am Donnerstag, 20. April 2017, 19.30 Uhr

 

Was ist das Wesen der Zeit? Ist die Zeit ein Wesen, das wir noch nicht richtig kennengelernt haben? Warum nehmen wir die Zeit einfach nur als Chrono-Maßstab hin und nicht als etwas, mit dem es sich spielen ließe? Eine Ursache für die immer größeren Unsicherheiten in unserer Zeit könnte die pure Beschleunigung sein: Wir takten uns zu mit immer mehr Meetings und Deadlines und versuchen sie dann aus einer bereits rasenden Geschwindigkeit zu treffen. Eine Herausforderung, über die es sich zu reden lohnt. Die Koordinaten der Zeit versuche ich für April experimentellerweise mit Doodle zu bestimmen. Damit wird der Versuch unternommen, durch eine hypothetische Vermehrung der Wochentage einen räumlichen Treffer für zufallsbedingte Personen zu erzielen. Keine Ahnung, ob das bereits angewandte Quantenmechanik ist.

 

 

 

Die Zivilisation: Dünn wie Firnis?

 

am Donnerstag, 17. Februar 2017, 19.30 Uhr

 

"Die Zivilisation ist ein ganz dünner Firnis über der menschlichen Natur." Nazi-Barbarei, Enthemmung, Sexismus, dumpfer Antiislamismus, wilder Kapitalismus, hauptsächlich Beängstigendes bricht durch eine dünne Schutzschicht und bedroht uns mit seiner Fratze. Nun, bei alten Gemälden liegt unter dem Firnis auch mal eine Mona Lisa. 1850 hielt Juan Donoso Cortés, ein katholischer Priester, eine flammende Rede vor dem spanischen Kongress, in der er fand, dass das Christentum (Gehorsam, Entsagung) mit Zivilisation gleichzusetzen sei. Als "Firnis der Zivilisation" diene die Kultur. Seither führt diese Metapher ein wandelbares Eigenleben - bis in den philosophischen Salon hinein.

 

 

 

Das Medium ist die Massage

 

am Donnerstag, 20. Oktober 2016, 19.30 Uhr

 

Dieses Thema geht zurück auf McLuhan, der in den 90er Jahren eine Kulturtheorie bildete, „in der die Medien die Hauptrolle spielen. Am Anfang stand eine orale Kultur, die noch keine Schrift kannte. Hier herrschte eine unmittelbare Kommunikation, in der Wort, Ton, Geste und Mimik alle Sinne zugleich ansprachen. Dann folgte eine Schriftkultur, die im Buch gipfelte: die Gutenberggalaxis, so der Buchtitel McLuhans. Die Schrift jedoch richtete - vereinfacht gesagt - das Denken linear aus: erst A dann B dann C. Sie führte letztendlich zu Abstraktion und Individualismus. Mit den neuen Medien - Fernsehen, Radio, Telefon - die nun Bilder und Töne aus aller Welt in unser Erleben rückkoppeln, entstehe, so hoffte Mc Luhan eine neue ganzheitliche Kultur der Nähe. Er nannte es das global village.“ Zitat: Deutschlandfunk 21.07.2011.

 

 

 

Dilemma und Paradoxon: die Auswegslosigkeit und der Ausweg

 

am Donnerstag, 18. August 2016, 19.30 Uhr

 

Dilemma, Trilemma, Polylemma. Sie sind gekennzeichnet durch eine Ausweglosigkeit, die als paradox empfunden wird. Was einem sonst noch den Schweiß auf die Stirn treiben kann: Antinomien, Widersprüchlichkeiten, Lücken, Gegensätze, Zwickmühlen, Ausnahmen, die die Regel sind, und der berühmte Sprung in der Schüssel: die Besserwisserei, das Unwissen und der Fehl. Doch tröste sich, wer wirklich nicht mehr weiter weiß: Das Paradoxon ist ein liebenswertes Ding - wider Erwarten, wunderbar und seltsam.

 

 

 

Nichts Neues unter der Sonne – Wer meint denn das?

 

am Donnerstag, 16. Juni 2016, 19.30 Uhr

 

Der Spruch „Nichts Neues unter der Sonne“ klingt pessimistisch, aber auch poetisch wie der Titel eines alten Hollywood-Films. Im großen Kino haben immer wieder Mode und Mord ihren großen Auftritt - und der Zuschauer geht am Ende mit einem Lächeln oder Grausen auf den Lippen aus dem Lichtspielhaus. Worauf spielt die resignative Zeile an, die das flutende Licht der Sonne in sich führt? Ist es beunruhigend oder tröstlich, wenn sich nichts Neues ereignet? Gibt es tatsächlich keine neue Erkenntnis, kein neues Verhalten beim Individuum und der Menschheit? Gibt es nur Innovationen, die sich im Windhauch verlieren... Wer behauptet denn das im Ernst?

 

 

 

Was man nicht kennt, das vermisst man nicht

 

am Donnerstag, 21. April 2016, 19.30 Uhr

 

Überreste eines prähistorischen Bauwerks werden entdeckt - zufällig bei Bauarbeiten. Der ideale Liebespartner, der einem nie begegnet. Eine Softwarefunktion, die praktisch wäre, aber in den Untiefen des Programms nicht entdeckt wird. Mehr Wissen, mehr Gesundheit, mehr Humor als wir uns vorstellen können. Lässt uns an diesem Abend das Unvorstellbare kalt oder packt uns doch die Sehnsucht?

 

 

Moderne Zustände: Zoff und Knatsch

 

am Donnerstag, 18. Februar 2016, 19.30 Uhr

 

Aus dan aktuellen Anlässen möchte ich dieses Thema vorziehen. Es scheint, dass der konsensbetonte Dialog zwischen Menschen, Gruppen und Staaten immer stärker abhanden kommt. Glaubenssätze, Ideologien, fanatische und fantastische Weltanschauungen wurden schon lange nicht mehr so lauthals vertreten wie in diesen Tagen. Die Lautstärke soll das Ohr des Gegenübers wohl erreichen, aber dort kann nichts gehört werden, weil der Hörer selbst mit dem Brüllen beschäftigt ist. Sind Zoff und Knatsch wie ein reinigendes Gewitter oder gar die Vorboten von Handgreiflichkeiten?

 

 

 

Die Wahrheit hat einen Ermessensspielraum

 

am Donnerstag, 15. Oktober 2015, 19.30 Uhr

 

Diese provokante These sei in den Raum gestellt. Oder gibt es sie doch, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit?

 

 

 

Chaos und/oder Ordnung

 

am Donnerstag, 20. August 2015, 19.30 Uhr

 

Oft wird das Chaos als Urquell der Kreativität besungen. Wie aus dem Nichts entstehen daraus urplötzlich Muster. Sobald wir Schemen (an)erkennen, geht es meistens so weiter: Wir fluchen über Regeln und hassen mitunter im selben Atemzug das Durcheinander. Bringen wir Ordnung ins Chaos?

 

 

 

 

 

 

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Übrigens: Heidelberg ist UNESCO City of Literature
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